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IT-Report für die Sozialwirtschaft

Der vorliegende IT-Report basiert auf einer schriftlichen Befragung sozialer Organisationen im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2009. Per Briefpost wurden knapp 2.000 Einzel- und Komplex-Einrichtungen sowie Trägerverbände in der Bundesrepublik Deutschland aus folgenden Arbeitsfeldern angeschrieben: Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Behindertenhilfe, stationäre Altenhilfe, ambulante Pflege, berufliche Rehabilitation, Hilfen für psychisch Kranke, Suchtkranken-, Migranten-, Wohnungslosen- und Gefährdetenhilfe. Die Aussendung beinhaltete neben Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege auch einen kleinen Anteil (2,5%) privat-gewerblicher Anbieter sozialer Dienstleistungen. Kommunal-staatliche Organisationen wurden nur insoweit berücksichtigt, als sie selbst als Leistungserbringer auftreten. Ihr Anteil an am Adresspool ist jedoch entsprechend ihrer Marktbedeutung gering (unter 1 %). Jugend und Sozialämter, Jobcenter und andere kommunal-staatliche Behörden des Sozialbereichs wurden aufgrund ihrer andersartigen Aufgabenstellungen und Binnenstrukturen nicht in die Befragung einbezogen.
Die Adressen stammen aus einer zum Zweck solcher Erhebungen seit mehreren Jahren an der Arbeitsstelle für Sozialinformatik gepflegten Adressdatenbank, die sich aus eigenen Internet-Recherchen, Einrichtungsverzeichnissen von Verbänden und aus Web-Portalen, sowie verschiedenen Projekten und telefonischen Direktrecherchen speist. Durch die Vielfalt der Quellen ist eine weitgehend repräsentative Streuung über die Arbeitsfelder und Verbände der Sozialwirtschaft sowie die Bundesländer gewährleistet. Der Adresspool konzentriert sich auf mittlere und große Organisationen, das Spektrum reicht von etwa 50 bis zu mehreren tausend Mitarbeitern. Die von uns eingezogene Untergrenze ist vor allem der praktischen Tatsache geschuldet, dass Einrichtungen erst ab einer gewissen Größenordnung über Ansprechpartner für die informationstechnologische Infrastruktur verfügen, die in der Lage sind, die für den IT-Report relevanten Fragen mit hinreichender Validität zu beantworten. Jeder Einrichtung wurden drei Fragebögen zugesandt, verbunden mit der Bitte, einen Bogen vom Vorstand bzw. der Geschäftsführung, einen von einer nachgeordneten Führungskraft (Abteilungs- oder Bereichsleitung) und einen vom IT-Verantwortlichen ausfüllen zu lassen. Waren die Personen namentlich bekannt, so wurden sie direkt angeschrieben. Die Personalisierungsquote lag bei 45 %. Von den insgesamt knapp 6.000 verschickten Fragebögen aus knapp 2.000 Organisationen kamen von 273 Organisationen 419 ausgefüllte Fragebögen zurück. Die Rücklaufquote betrug damit bezogen auf die Organisationen +14 %, bezogen auf die Anzahl der verschickten Bögen 7%. Pro Organisation wurden durchschnittlich 1,5 Fragebögen ausgefüllt an uns zurückgesandt. Die Ausschöpfungsquote liegt damit insbesondere unter Berücksichtigung des Mehrfachversandes der Fragebögen mit einrichtungsinterner Weiterleitung auf einem durchaus zufriedenstellenden Niveau. Dies ist sicherlich auch der während der letzten beiden Jahre gewachsenen Bekanntheit des IT-Reports für die Sozialwirtschaft zu verdanken.