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IT-Report für die Sozialwirtschaft
Ausgabe 2008/2009
Erhebungsdesign
Der vorliegende IT-Report basiert auf zwei getrennten schriftlichen Befragungen, die von Juni bis August 2008 durchgeführt wurden. Zielgruppen waren zum einen soziale Organisationen als Anweder von Informationstechnologien und zum anderen Anbieter von IT-Lösungen für die Sozialwirtschaft. Beide Befragungen erstreckten sich geografisch auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Kriterium für die Aufnahme von Anbieter in IT-Lösungen in die erste Stichprobe war, dass sie branchenspezifische Software für soziale Einrichtungen und Verbände entwickeln und/oder vertreiben. Insgesamt wurden an diese Gruppe 304 Fragebögen verschickt. Einschlägigen Marktkenntnissen der Beteiligten zufolge dürfte damit annähernd die Grundgesamtheit aller in Deutschland ansässigen Anbieter dieses Feldes abgebildet sein. 84% der Anschreiben waren personalisiert und in der Regel an die Geschäftsführung oder Vertriebsleitung adressiert. Im Bereich der sozialen Organisationen wurden mit ca. 1900 Fragebögen etwa die doppelte Anzahl des Vorjahres verschickt. Zielgruppe waren wie 2007 Einzel- und Komplex-Einrichtungen sowie Trägerverbände mit einem oder mehreren der folgenden Arbeitsfelder: Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Behindertenhilfe, stationäre Altenhilfe, ambulante Pflege, berufliche Rehabilitation, Hilfen für psychisch Kranke, Suchtkranken-, Migranten-, Wohnungslosen- und Gefährdetenhilfe. Neben der freien Wohlfahrtspflege wurden auch privat-gewerbliche Anbieter sozialer Dienstleistungen angesprochen. Kommunale Sozialverwaltungen wurden im Unterschied zum Vorjahr nicht einbezogen. Die Adressen stammen aus unterschiedlichen Quellen: Eigene Internet-Recherchen, Einrichtungsverzeichnisse von Verbänden und aus Web-Portalen, Verzeichnisse von Partnerorganisationen der Autoren aus verschiedenen Projekten sowie telefonische Direktrecherchen bei den einzelnen Organisationen. Durch die Vielfalt der Quellen dürfte eine weitgehend repräsentative Streuung über die Arbeitsfelder und Verbände der Sozialwirtschaft gewährleistet sein. Im Unterschied zum letztjährigen Adresspool, der primär aus Organisationen mit mehr als 200 Mitarbeitern bestand, wurden nun vermehrt auch mittelgroße Einrichtungen zwischen 50 und 200 Mitarbeitern aufgenommen. Dadurch konnte eine stärkere Repräsentativität der Stichprobe für die gesamte Sozialbranche erreicht werden. Nach wie vor blieben die kleineren und kleinsten Dienste jedoch unberücksichtigt. Dies ist vor allem der praktischen Tatsache geschuldet, dass Einrichtungen erst ab einer gewissen Größenordnung über Ansprechpartner für die informationstechnologische Infrastruktur verfügen, die in der Lage sind, die für diesen Report relevanten Fragen mit hinreichender Präzision zu beantworten. Der eigentlichen Fragebogenaussendung war ein Ankündigungsbrief vorgeschaltet, mit dem wir auch um Überprüfung bzw. Ergänzung der uns vorliegenden Adress-und Personendaten baten. Bei den Fragebogen-Aussendungen konnte damit eine Personalisierungsquote von fast 80% erreicht werden. Primäre Ansprechpartner waren die IT-Leiter/innen, ansonsten Geschäftsführung bzw. Vorstand der Organisationen. Insgesamt kann nach den Statistiken der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und den Daten des Statistischen Bundesamtes in Deutschland von über 100.000 Einrichtungen in den oben genannten Tätigkeitsfeldern ausgegangen werden. Leider existieren keine Statistiken, die die Grundgesamtheit der in dieser Befragung fokussierten Einrichtungsgrößen (über ca. 50 Mitarbeiter) ausweisen. Es ist jedoch zu vermuten, dass ein großer Anteil aller Einrichtungen unter dieser Messlatte liegt. |